Ammoniak-Verflüchtigung: Warum das Wetter über den Wert Ihres Stickstoffs entscheidet
Die erste Stickstoffgabe ist besonders empfindlich gegenüber den Ausbringungsbedingungen. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Regen können die tatsächliche Effizienz erheblich beeinflussen.

Die erste Stickstoffgabe ist oft ein wichtiger Moment der Saison. Aber dieser Auftrag ist besonders empfindlich gegenüber den Ausbringungsbedingungen. Das Phänomen der Verflüchtigung kann die tatsächliche Effizienz des aufgebrachten Stickstoffs erheblich beeinflussen.
1) Worum geht es?
Die Ammoniak-Verflüchtigung ist der Verlust von Stickstoff in Form von Ammoniakgas (NH₃) nach dem Ausbringen von ammoniakalischem Stickstoff. Das Phänomen ist sehr schnell: bei organischen Düngern besonders stark in den ersten 24 Stunden.
2) Der wichtigste Faktor: Regen (der kostenlose « Einarbeiter »)
Regen reduziert die Verflüchtigung, weil er den Stickstoff in den Boden verlagert. Einige einfache Richtwerte:
- 15 mm Regen nach der Ausbringung sind generell ausreichend
- Bei flüssigen Formen (insbesondere Harnstofflösung): Verzögerung zwischen Ausbringung und Regen minimieren, empfindlich in den 3 bis 5 Tagen danach
- Ausbringung kurz vor einem Regenfall planen und warme, trockene, windige Bedingungen vermeiden
3) Zahlenbeispiele
Organische Dünger/Gärreste: typische Verluste 20 bis 30 % für feste Produkte, bis zu 80 % für Gülle oder Gärreste in den ersten Stunden.
Mineralische Dünger (Harnstoff/Lösung): typische Verluste von 6 bis 12 % des Gesamtstickstoffs je nach Bedingungen.
Emissionsfaktoren nach Düngerform:
- Kalkammonsalpeter: ~1,9 %
- Harnstofflösung: ~7,9 %
- Harnstoff: ~13,1 %
4) Bedingungen, die die Verflüchtigung verschlimmern (oder reduzieren)
Das Risiko steigt, wenn Sie kombinieren:
- warme Temperaturen (über 15 bis 20 °C in den Stunden nach der Ausbringung)
- trockene Luft
- Wind
- Kalk- oder pH-reiche Böden
Sie reduzieren das Risiko, wenn Sie:
- kurz vor einem Regen ausbringen (oder einer Bewässerung)
- einarbeiten, auch oberflächlich
- technische Hilfsmittel nutzen (z.B. Urease-Inhibitor)
Wie HYGO Ihre Ausbringungen absichert
In HYGO wird die Ammoniak-Verflüchtigung automatisch berechnet auf Basis der tatsächlichen Wetterbedingungen rund um Ihre Ausbringung.
Mit freundlichen Grüßen,
Das HYGO-Team











